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streik - die neue volksmode

ein streik mehr, was macht das schon. das ehemalige, gut funktionierende argument der arbeiterschaft verliert mehr und mehr an bedeutung, insofern, dass viele betriebe im vergleich zu früheren streiks immer weniger auf die schlussendlichen vorderungen eingehen.

mitlerweile streikt vom bundesputzpersonal, über gewerkschaften der arbeiter bis hin zu den ach so armen ärzten.

ach ja, und runden wir das ganze doch mit einer friedlichen demonstration ab, das wird die herren (vielleicht in tausend jahren auch damen) wahrscheinlich wenig beeindrucken. witziger finde ich schon die geiselnahmen der manager. schliesslich muss sich das volk ja wehren. nur komisch, dass es bisher noch nie jemand über volksabstimmung versucht hat...oder wurde das versucht? genauso wie der mieter/vermieter-knatsch von den hausbesitzenden nationalräten abgelehnt wurde?

nun denn, ich für mich habe mein lieblingswort des jahres gekührt: Volkszorn

ja meine lieben, der volkszorn ist das letzte instrument des souveränen, ein instrument das nachhaltig auch die obersten der selbst ernannten obersten das fürchten lehrnt, wenn das volk die manager, politiker und sonstigen falsch- und über-die-köpfe-hinweg-entscheider in die moderne gulliotine, (ihr erinnert euch, an das rasiermesser der französischen revolution), die boulevard-presse, schickt, und dabei können sie noch froh sein, wenn die emotion des volkszorns ihr vergehen nach ein paar monaten vergessen hat, und nicht wirklich die gulliotine hervor holt...obschon ich mir manchmal wünsche, wir hätten noch solche instrumente, schon nur um exempel statuieren zu können.

es lebe der volkszorn, denn er kocht und lebt noch viel zu wenig!!!