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Die Angst vor dem bevorzugten Islam

Ich habe den Islam erlebt in der Schweiz, in Ägypten und in Südostasien. Die Unterschiede sind enorm. Der gefürchtete Osten, wo die ganzen üblen Bilder des Islams herkommen, wiederspiegeln nicht den richtigen Islam. Wenn wir Bilder vor Augen hätten, wie der richtige Islam gelebt wird, hätten wir kaum die Minarette verboten.
 
Hinzu kommt, dass niemand im Ausland, und mir scheint langsam auch, niemand in der Schweiz (welche nach neuster Didaktik keine direkte, sondern nun eine indirekte Demokratie ist, aber das ist eine andere Diskussion), eine Ahnung hat von den Schweizern.
 
Die Meisten, sollten wissen, wie sich Herr und Frau Schweizer zur Wehr setzen. Schweizer sind nicht Leute die einen öffentlichen, individuellen Affront heraufbeschwören. Das Kollektiv, welches nun die Möglichkeit hatte, der Welt zu zeigen, dass die eigentliche Mehrheit mit der gesamten Ausländerpolitik der Schweiz nicht zufrieden ist. Dabei geht es nicht einmal darum, dass die Schweiz etwas gegen Ausländer hat, die Schweizer haben nur das Gefühl, dass Ausländer mehr Rechte haben als sie selber, eher im Fokus stehen als sie selber.
 
ich habe mit vielen unterschiedlichen Betroffenen gesprochen. Solche die auf IV-Hilfen gewartet haben, solche die eine Arbeit gesucht haben usw. haben mir immer wieder vom bevorzugen der "Ausländer" erzählt. Ob dies nun eine Frage des Blickpunktes ist, sei dahin gestellt, wichtig ist nur, dass dies viele Stimmen der Schweiz ausmacht, und das sich viele mit "Sozialen" Sprüchen schmücken, welche nicht wirklich sozial sind, sondern primär der Welt zeigen will, was die Schweiz im Sozialen alles unternimmt, nur weil im Moment die Zeit des Sozialstaates ist.
 
Erinnern wir uns kurz, als der unterdrückte Zorn gegen Ausländer die gegen das Gesetz verstossen vor ein paar Jahren in Zusammenhang mit mehreren Vergewaltigungsopfern und Herrn Blocher etwas an die Oberfläche trieb, und die eigentlichen Worte für die Beschreibung solcher Taten gewählt wurden, als Zeitungen plötzlich die Worte "Leute aus dem Balkan" in den Mund nahmen. Es verebbte schnell wieder...es war nur ein Zeichen, wie der introvertierte Schweizer seinen Gefühlen kund tut.
 
Vergesst nie, dass es nicht nur darauf ankommt, was zu wem gesagt wird, sondern in diesen Dimensionen auch, WIESO etwas getan oder gesagt wird.